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Eigene Meinung - ??

Da leben wir also - in einem Land, in dem dir in deiner Entwicklung zum individuellen Charakter keine Grenzen gesetzt sind. Du darfst denken was du willst und obendrein darfst du deine Ideen, Eingebungen und Vorstellungen der ganzen Welt mitteilen. Niemand kann dir den Mund verbieten, denn du tust deine eigene Meinung kund. Eine eigene Meinung ist ein wie die Würde des Menschen ein Heiligtum und somit unantastbar. Das ist etwas, worauf wir stolz sein können und das sind wir. Doch dazu haben wir keinen Grund. Denn wir sind lange nicht so weit, wie wir uns vielleicht selbst sehen, odergerne sehen würden.

Meine Mum erzählt mir oft, dass sie früher in der Schule nicht sagen durfte, was sie dachte. Du sagst, was von dir erwartet wir zu sagen. Gut, dass das heute anders ist, sagt meine Mum. Aber das ist es nicht. Es ist besser geworden, aber noch laneg nicht gut. Das ist sehr traurig, denn was gibt es wichtigeres, als sich selbst und seine Empfindungen mitteilen zu dürfen? Sollen wir denn unsere Gedanken in uns einsperren? Ohne die Andersdenken, ohne die Randgruppen und Subkulturen dieser Gesellschaft würde es immer weiter gehen, wie bisher. Jede Veränderung, braucht jemanden, der sie anstößt und der sie trägt. Also sollten wir jenen Exzentriker und Freidenkern danken, die unseren Vortschritt begründen.

Leider erkennen das die allerwenigsten von uns. Eine alte Frau, die doch nun schon solange die Schönheit der Welt genießen konnte und die beobachtete, wie schnell sich das Leben um uns dreht und sich ständig verändert, sie beschimpft einen Punk, der nichts weiter tut als an ihrer Haustür vorbei zu gehen. Solche Menschen kannich einfach nicht verstehen. Vielleicht mag man, die alte Frau verteidigen, dass gegenüber Punks gewisse Vorurteile herrschen, die sie missachtet. Aber wie schon gesagt: Es sind Vorurteile. Sein einziges Verbrechen war, dass es ihn gibt.

Aber wir bracuhen uns nicht so weit aus dem Fenster zu lehnen um solche Verhaltensweisen vorzufinden. Dafür müssen wir keine Randgruppen betrachten. Sehen wir in ein ganz normales deutsches Gymnasium. Darf man hier als "normaler" Schüler sagen was man denkt? Die Antwort ist ganz klar nein. Natürlich ist es nicht mehr wie früher - es ist aber auch nicht viel anders geworden. Allein die Strafen haben sich geändert. Wenn man etwas sagt, dass dem Lehrer nicht passt und sei es auch noch so angemessen und höflich, du wirst die Auswirkungen spüren. Du wirst nicht mehr dran genommen, die Note der nächsten Arbeit wir schlechter und vielleicht auch die auf dem Zeugnis - mal sehen. Das kommt ganz darau an, wie sehr sich der Lehrer angegriffen fühlt und das obwohl du ihn nichtmal angegriffen hast. Du hast nur gesagt, was du denkst und das ohne in irgendeiner Art beleidigend zu werden. Wenn man z.B. ein gedicht anders interpretiert als der Lehrer, dann ist das häufig noch in Ordnung, besonders bei einem metaphorischen Gedicht, denn Assoziationen sind wohl kaum anfechtbar. Trotzdem bekommt man auch hier zu hören: Nein, das stimmt nicht, das ist nicht so. Wenn man sich dann mal schlau macht und sogar die eigene Aussage des Dichters zum besagten Gedicht aufindig machen kann und diese die eigene Interpretation unterstützt, jedoch der des Lehrkörpers widerspricht, dann ist dem Lehrer das egal. Er hat immer noch Recht, denn was aus dem Internet (aus dem Archiv einer Universität) stammt, stimmt nicht. Es sei denn natürlich, der Lehrer selbst zitiert daraus. Das ist dann in Ordnung.

Noch schlimmer ist jedoch den Lehrer selbst zu kritisieren. Das kann für den Schüler wirklich übel ausgehen. Man darf sich dann vom Lehrer anhören, man wäre dreist, unverschämt, hinterfotzig, arrogant und so weiter. Man selbst hatte zuvor nur gesagt: "Sie erschienen mir in der letzten Zait sehr unausgeglichen, was sich leider uach negativ auf den Unterricht ausgewirkt hat. Ich maße mir an Sie darum bitten, dass der Unterricht zu seiner alten Qualität zurück findet."

Natürlich sind Lehrer auch nur Menschen und infolge dessen gibt es solche und solche. Trotzdem bin ich der Auffassung, dass die Schule nicht nur eine Institution der Bildung, sondern auch der Enrwicklung der Schüler an sich ist.  Deswegen wäre es schön, wenn die Lehrerschaft sich nicht selbst im Wege stünde.

Da leben wir also - in einem Land, in dem dir in deiner Entwicklung zum individuellen Charakter einige Hyrden gestellt werden. Dir wird der Mund verboten und es geht so weit, dass sie dir sagen wollen, was du zu denken hast. Aber vielleicht finden wir gerade deshalb zu uns selbst, weil wir versuchen müssen den Zwängen der anderen zu entkommen und dabei unseren eigenen Weg finden.

18.12.08 15:12

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